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Die Wohnstätten für Erwachsene mit geistiger Behinderung liegen am Rande Teltows im Südosten Berlins. Teltow ist infrastrukturell sehr gut erschlossen und bietet vielfältige Möglichkeiten zum Leben in der Stadt; auch die Städte Potsdam, Ludwigsfelde und Berlin sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.

Die Wohnstätten bieten ein umfangreiches und breit gefächertes Angebot für Menschen mit geistiger Behinderung. Die verschiedenen Wohnmöglichkeiten tragen den verschiedenen Bedürfnissen und Fähigkeiten der Bewohnerinnen und Bewohner Rechnung. Dabei besteht eine grundsätzliche Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Wohnformen.

In der Wohnstätte I leben Erwachsene mit geistiger Behinderung, die wochentags einer Beschäftigung nachgehen. Sie bietet 36 Wohnplätze in drei verschiedenen Wohngruppen, es handelt sich ausschließlich um Einzelzimmer. Jede Wohngruppe verfügt über Gemeinschaftsräume und Gartenflächen zur freien Nutzung. Außerdem finden sich in der Wohnstätte I Wohnangebote für junge Erwachsene, die sich im Übergang zwischen Schule und Beschäftigung befinden. Hier leben sie gemeinsam und werden in der besonderen Lebenssituation des Erwachsenwerdens begleitet.

Die Wohnstätte II, das Haus Kana, bietet in einem Neubau insgesamt 48 Wohnplätze für erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung in sechs Wohngruppen verteilt auf drei Etagen an. Das Haus ist rollstuhlgerecht und verfügt ausschließlich über Einzelzimmer. Ein großer Gemeinschaftsraum und ein großer Garten können für jede Form der Freizeitgestaltung genutzt werden. 

Die Wohnstätten arbeiten eng mit dem Ambulant betreuten Wohnen zusammen und ermöglichen so weitreichende Entwicklungen. Sie sind sehr gut in ihr Umfeld integriert.

Eine Aufnahme in eine der beiden Wohnstätten ist möglich, wenn folgende Punkte erfüllt sind:

  • Es liegt eine geistige Behinderung vor
  • Erreichen des 18. Lebensjahres
  • Vorliegen einer Kostenübernahme durch den Sozialhilfeträger

Eine Aufnahme ist nicht möglich:

  • Wenn eine akute psychiatrische Erkrankung vorliegt,
  • eine ständige ärztliche Aufsicht notwendig ist oder
  • bei akuter Suchtproblematik.
Betreuung

Im Sinne einer ganzheitlichen Betreuung sind Pflege, pädagogisch-andragogische Betreuung und Förderung untrennbar miteinander verknüpft. Jede Bewohnerin und jeder Bewohner erhält ein ganz auf seine Fähigkeiten angepasstes persönliches und individuelles Maß an Hilfestellungen im Alltag. Dazu gehört auch die Unterstützung bei der individuellen medizinischen Versorgung. Auch kann eine individuelle Vorbereitung auf andere Wohnformen erfolgen: Fähig- und Fertigkeiten, die zur Führung eines Haushaltes notwendig sind, werden eingeübt und trainiert, ebenso wie Tätigkeiten, die für die Selbstversorgung der Bewohner unerlässlich sind, immer wieder gestärkt und gefestigt werden. Besonders ist hier das Kochtraining hervorzuheben, das den Bewohnern und Bewohnerinnen einen guten Teil Selbstbestimmung und Unabhängigkeit ermöglicht und daher besonders geschätzt wird.

Beschäftigung

Die Bewohner und Bewohnerinnen der Wohnstätte II gehen wochentags entweder einer externen Beschäftigung nach oder werden in der Wohnstätte betreut. In Zusammenarbeit mit der Physiotherapeutin und Sprachheiltherapeutin werden tagesstrukturierende Angebote gemacht. Die interne Beschäftigung umfasst dabei u. a. den Hundebesuchsdienst, eine Musikgruppe, die Gartengestaltung, das Einkaufengehen und unterschiedliche dem Älterwerden angepasste Angebote. Auch besteht die Möglichkeit, in der Andachtsgruppe aktiv zu werden.

Freizeit

Natürlich kommt auch der Freizeitgestaltung der Bewohnerinnen und Bewohner eine große Bedeutung zu. Freizeit ist generell ein fester, aktiv zu gestaltender Teil des Gruppenlebens. So bedeutet Freizeit unterschiedlichste Aktivitäten: ein Entfalten und Aktivieren der Persönlichkeit, Weiterbildungen, Spiel, Teilnahme an Veranstaltungen, das Nachgehen persönlicher Vorlieben, aber auch Entspannung und Phasen der Ruhe und des Rückzugs. Die gruppenübergreifend nutzbaren Therapie- und Hobbyräume lassen die Bildung von diversen Neigungsgruppen zu, in denen jede Bewohnerin und jeder Bewohner ein ganz speziell seinem Bedürfnis entsprechendes Angebot finden und wahrnehmen kann. Die Therapeutinnen der Physiotherapie und der Sprachheiltherapie in den Wohnstätten bieten zusätzlich spezielle Gruppenaktivitäten wie Schwimmen, Gebärdensprachgruppe und die Selbsthilfe für Hörgeräteträger an.

Einen besonderen Stellenwert haben die Angebote der Erwachsenenbildung. Außerdem werden Angebote wie „Bummeln gehen“, Kinobesuche, Kirchentage und auch Karnevalfeiern organisiert und so viele Wünsche der Bewohnerinnen und Bewohner verwirklicht. Zudem werden jährlich unterschiedliche Urlaubsfahrten angeboten.

Christliches Leben

Das Leben in der christlichen Gemeinschaft findet im Alltag besondere Aufmerksamkeit: Es besteht die Möglichkeit, an der täglichen Andacht, an Gottesdiensten, am Glaubenstreff oder auch Veranstaltungen der regionalen Kirchengemeinden teilzuhaben. Die Teilhabe an der Gestaltung der Anstaltskirchengemeinde wird unterstützt.

Leiter Wohnstätte I

Andy Schröder
Fax: 03328 433-424

Leiterin Wohnstätte II

Sabine Feja-Michel
Fax: 03328 433-208
  • Wohnstätten Teltow

    Lichterfelder Allee 45
    14513 Teltow
    Deutschland